Vor rund zehn Jahren begann ich mit dem Malen – zunächst als Ausgleich zum Alltag, als Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und abzuschalten. Was als Rückzugsort begann, ist mit der Zeit zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden.
Beim Malen finde ich in den Moment. Es hilft mir, im Hier und Jetzt zu sein – präsent, aufmerksam und verbunden mit mir selbst. Dieser Zustand der Gegenwärtigkeit hat sich über die Jahre zunehmend auch in meinen Alltag übertragen, auch wenn mir das ausserhalb des kreativen Prozesses nicht immer gleich gut gelingt.
Malen bedeutet für mich, einzutauchen – in den Moment, in mein Inneres und zugleich in das, was mich umgibt. Es ist ein stiller Dialog zwischen Wahrnehmung und Ausdruck, zwischen Innenwelt und Aussenwelt.
Ich arbeite sowohl gegenständlich als auch abstrakt, vorwiegend mit Acryl. Dabei lasse ich immer wieder unterschiedliche Materialien und Techniken in meine Arbeiten einfliessen – von Strukturmaterialien bis hin zu Collageelementen. Meine Fertigkeiten und Werkzeuge habe ich mir in verschiedenen Kursen angeeignet, wodurch ein vielseitiger, offener Zugang zur Malerei entstanden ist.
Inspiration finde ich im Erlebten, in Bildern, die mir begegnen, in meiner Umgebung und in Themen, die mich persönlich beschäftigen. Wenn mich etwas besonders anspricht, vertiefe ich mich darin und arbeite oft auch in Serien, um mich einem Motiv oder einer Stimmung schrittweise anzunähern.
Meine Arbeiten entstehen weniger aus einem festen Plan heraus, sondern vielmehr aus einem Prozess des Erkundens, Spürens und Entdeckens.
Ich lade die Betrachterinnen und Betrachter dazu ein, meinen Bildern mit Offenheit zu begegnen – in ihnen zu verweilen und wahrzunehmen, was sie im Inneren auslösen.